Herrenteam gewinnt kleines Finale im Stechen und wird Dritter

Herrenteam gewinnt kleines Finale im Stechen und wird Dritter

Quelle:golf.de

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Bericht von golf.de

Die Herren aus dem Hamburger GC machen das Double beim Final Four 2022 im GC Pfalz perfekt und holen nach einem packenden Stechen gegen den GC St. Leon-Rot die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Bronze geht an den GC Mannheim-Viernheim, der sich ebenfalls im Play-off gegen den G&LC Berlin-Wannsee durchsetzt.

In solchen Momenten kommen Journalisten gerne mit Hitchcock um die Ecke. Der britische Filmregisseur hätte das Drehbuch nicht besser schreiben können. Krimi. Drama. Thriller. Was auch immer: Die Herren boten im Final Four 2022 auf einem top präparierten Platz des GC Pfalz alles, was das Herz begehrt. Leidenschaft, Emotionen, Spitzensport und - vor allem - Spannung. Mehr Gänsehaut geht nicht.

Nach den Vierern und Einzeln am Sonntag hatte es im Finale zwischen dem Hamburger GC und dem GC St. Leon-Rot 6:6 gestanden. Das hätte an einem herrlich sommerlichen Abend in Neustadt an der Weinstraße niemand für möglich gehalten, denn die Männer aus St. Leon-Rot hatten im Endspurt schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Auf der Zielgeraden stolperten die Wölfe dann aber gegen aufopferungsvoll kämpfende Hamburger. Die Hanseaten hatten am Vorabend traditionell ihren Hamburger Abend gefeiert, 24 Stunden später tanzten, jubelten und feierten die Herren in den rosa Poloshirts in die Nacht. Feuchtfröhlich, mit ordentlich kühlen Getränken und lauter Musik aus donnernden Boxen.
„Das ist unglaublich. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Das hier hat sie sich auf jeden Fall verdient. Großartig, ich bin überwältigt“, sagte Hamburgs Teamcaptain Christian Niemietz. „Wir hatten schon ein großartiges Match gegen Mannheim, und dann das hier heute im Stechen gegen St. Leon-Rot. Das sind Erinnerungen, die für immer bleiben. Das ist das Final Four, mehr geht im deutschen Mannschaftsgolf nicht“, so Niemietz weiter. Nach dem letzten Putt saß der Captain auf dem Grün, weinte, vor Freude überwältigt.

Für Niemietz endete das Final-Four-Wochenende 2022 mit ganz besonderen Situationen. „Wir stehen jetzt zum 21. Mal auf diesem Pokal, der ja am Freitag etwas kaputtgegangen war. Ich habe gehört, der DGV möchte eine neue Trophäe anschaffen. Ich bin dafür, dass wir diese beschädigte Trophäe reparieren. Das würden wir auch übernehmen", so Hamburgs Captain, der im Vorjahr die DM AK 30 auf der Wiese des GC Pfalz gespielt und sich erste Platzkenntnisse angeeignet hatte. Kein Wunder, dass er so sehr an diesem Pott hängt, denn nun wird sein Name zum bereits fünften Mal eingraviert, denn Niemietz hatte ihn dreimal als Spieler und nun zum zweiten Mal als Trainer gewonnen.
Im Play-off holte zunächst Philipp Katich gegen Hamburgs Anton Albers den ersten Punkt für St. Leon-Rot. Dann konterten Tiger Christensen und Sebastian Sliwka, bogen das Ding noch um und holten den Pott, der am Freitagabend umgefallen und mächtig verbogen worden war. Das tat der Party keinen Abbruch. Hamburgs Coach Matthias Boje feierte den Norden: „Es heißt ja immer, die Hamburger seien kühl und könnten nicht feiern. Wir werden heute das Gegenteil beweisen.“ Die Falkensteiner Männer sind seit Bestehen der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf zum ersten Mal Deutscher Meister und machten in der Pfalz das Double klar, denn zwei Stunden zuvor hatten sich die Damen des Clubs die Krone gekrallt.
Einen unvergesslichen Abend hatten auch die Herren aus dem GC Mannheim-Viernheim. Kurios: Während die Wölfe aus St. Leon-Rot bitter enttäuscht über Silber waren und Tränen der Enttäuschung vergossen, bejubelten die Viernheimer Bronze: „Mir fehlen die Worte. Nach allem, was wir am vierten und letzten Spieltag in Marienburg und München erlebt haben. Und dann am Samstag gegen Hamburg so eine Klatsche kassiert und doch wieder stark zurückgekommen und gekämpft. Ich bin stolz auf meine Jungs“, so GCMV-Coach Florian Fritsch, der von seinen Spielern eine Bierdusche kassierte.

Da soll noch einer sagen, Golf könne nicht spannend sein. Von wegen. Dieses Final Four 2022 im GC Pfalz hatte in der Herrenkonkurrenz alles, wirklich alles. Und das an zwei herrlichen Tagen bei besten Bedingungen, auf schnellen Grüns und bei schwierigen Fahnenpositionen an einem hochdramatischen Finaltag. Dazu frischte auf dem Pfälzer Parkland-Course immer wieder ein drehender Wind auf. Da waren mentale Stärke, Coolness, Erfahrung und Nerven wie Drahtseile gefragt. Die Teams aus dem Hamburger GC waren an diesem unvergesslichen Golfwochenende mit rund 4000 Zuschauern einfach unschlagbar. Beide DM-Titel gehen nach einer Menge Drama an Falkenstein. Hitchcock hätte es nicht besser schreiben können.

Bilder unter folgendem link:   https://www.flickr.com/gp/gcmv/mX859v2x7G

 

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