Wer regelmäßig zur Bahn 1 geht, kennt den Bereich am Warteplatz neben dem Schläger-Waschbrunnen. Über Jahre war dort eine eher unscheinbare, zuletzt von Dornen und Wildwuchs geprägte Fläche. Nichts Dramatisches – aber eben auch kein schöner erster Eindruck.
Dabei beginnt genau hier für viele Mitglieder und Gäste ihre Golfrunde.
Meine Frau Andrea und ich haben uns deshalb gefragt: Warum eigentlich darauf warten, dass sich jemand darum kümmert?
Unseren Greenkeepern gebührt großer Respekt. Sie sorgen mit großem Engagement dafür, dass sich unsere Fairways und vor allem unsere hervorragenden Grüns in einem Zustand befinden, der weit über die Metropolregion hinaus geschätzt wird. Darauf können wir als Club wirklich stolz sein.
Gerade weil sich das Greenkeeping auf diese sportlich wichtigen Aufgaben konzentriert, bleiben kleinere gestalterische Bereiche am Rand der Anlage naturgemäß manchmal liegen. Das hat nichts mit fehlendem Willen zu tun, sondern schlicht mit begrenzten personellen Ressourcen.
Also haben wir den Vorstand gefragt, ob wir den Bereich neugestalten dürfen – und bekamen sofort grünes Licht.
Aus einer spontanen Idee wurde ein kleines Gemeinschaftsprojekt: Die alte, unansehnliche Bepflanzung wurde entfernt, Wurzeln ausgegraben und der Boden vorbereitet. Ein rund 300 Jahre alter Schwarzwälder Sautrog fand aus unserem Garten einen neuen Platz im Club, ebenso ein steinerner Golfball, der hier nun deutlich mehr Menschen Freude bereiten kann als zuhause.
Anschließend wurde neu bepflanzt. Mit Bodenaktivator und mineralischem Dünger haben wir den sandigen Untergrund verbessert, damit sich Humus bildet und Wasser sowie Nährstoffe künftig besser gespeichert werden können. So haben die Pflanzen beste Voraussetzungen, um dauerhaft zu gedeihen.
Als wir schließlich den Besen wegstellten und den fertigen Bereich betrachteten, war eines besonders schön: Zu sehen, wie aus einer kleinen Idee ein freundlicher Blickfang geworden ist.
Dabei mussten wir unwillkürlich an viele frühere Aktionen in unserem Club denken. Mitglieder haben Blumenzwiebeln gesetzt, Osterbäume geschmückt, die Blumen am Halfway-House und am Clubsekretariat gepflegt, an Helfertagen mit angepackt oder Bäume gespendet. All diese Beiträge haben unseren Golfclub ein Stück lebenswerter und persönlicher gemacht.
Vielleicht ist genau das der eigentliche Gedanke hinter dieser kleinen Verschönerung.
Nicht darauf zu warten, dass "der Club" etwas macht – sondern sich bewusst zu machen, wir sind der Club.
Es gibt auf unserer wunderschönen Anlage viele kleine Ecken, die sich mit überschaubarem Aufwand verschönern oder pflegen lassen. Vielleicht hat der eine Freude an Blumen, die andere an Stauden, jemand anderes an einer Bank, einem Nistkasten oder einer kleinen Patenschaft für einen Bereich der Anlage.
Viele kleine Beiträge ergeben am Ende etwas Großes.
Unser Golfclub lebt nicht nur von seinem sportlich hervorragenden Platz, sondern auch von der Gemeinschaft seiner Mitglieder. Eigeninitiative schafft Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse – und macht unsere Anlage noch ein Stück liebenswerter.
Vielleicht ist diese kleine Fläche an Bahn 1 deshalb gar nicht das Ende eines Projekts, sondern der Anfang vieler weiterer Ideen.
Wir würden uns darüber sehr freuen.
Bernd und Andrea Packhaeuser
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Der Vorstand bedankt sich herzlich bei Andrea und Bernd für ihr Engagement und die Initiative. Solche freiwilligen Beiträge bereichern unseren Golfclub weit über die eigentliche Arbeit hinaus. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Mitglieder ihre Ideen einbringen und selbst mit anpacken. Dafür gebührt den beiden unsere Anerkennung und unser herzlicher Dank!










